Programm
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Veranstaltungsort

Sashiko und Boro stammen aus Japan. Historische Boro-Textilien sind Textilerzeugnisse, die auf eine einfache Art mit Hand genäht sind. Mit Vorstich an- oder übereinander genähte Stofffetzen und kleine Reststücke wurden von Bewohnern Alt-Japans textile Flächen erzeugt. Ressourcenknappheit und Selbstversorgung waren Lebensrealitäten. Noch heute ist in Japan der Leitspruch „Mottainai“ allgegenwärtig - „Werfe nichts weg!“.
In Sashiko-Stickereien sind traditionelle Muster auf einfachen, meist Baumwollstoffen, bestickt, um deren Wertigkeit zu steigern. Das Zusammenfügen zweier Stofflagen mit der mustergebenden Sashiko-Technik erzielt bessere Stabilität oder mehr Wärme.
Im Kurs werden historische Hintergründe und Kulturwissen anhand von Schaubildern erläutert, bevor die Teilnehmer_innen in die kreative Umsetzung eines ca. 40 x 40 cm großen, von Hand genähten, Sashiko- oder Borostoffes übergehen. Keine Vorkenntnisse sind notwendig. „Mottainai!“ bitte berücksichtigen: ausrangierte Baumwoll-Hemden, alte Baumwollgarne, Baumwollbänder, unterschiedliche Baumwollstoffreste etc. nicht entsorgen, sondern zum Kurs mitbringen! Mein Materialienfundus steht Ihnen auch zur Verfügung.
NOTE BENE: Das Datum für diesen Kurs ist leider falsch auf der _nannatextiles Postkarte, d.h. korrektes Datum ist der 12. Oktober.

Nanna
Nanna Aspholm-Flik (*1964, Tampere) ist diplomierte Textildesignerin (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) aus Finnland und agiert u.a. als Künstlerin, Dozentin, Forscherin, Kuratorin, Jurorin und Kunsthandwerkerin. Als Impulsgeberin und Kooperationspartnerin in Kulturprojekten verfolgt sie den Ansatz, Theorie und Praxis zusammenzubringen, um die Wertigkeit des Textilen hervorzuheben. Sie ist Gründerin und Ideengeberin der Atelierwerkstatt _nannatextiles in Stuttgart-West. Unter _programm _archiv kann über Nannas konkrete Mitwirkungen nachgelesen werden.
mehr Informationen auf nannatextiles.de